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Streitschlichtung
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Streitschlichter

 
Zur Gewaltprävention wird unter anderem in der 9. Klasse die Ausbildung zum Streitschlichter angeboten. Ältere Schüler kennen aus eigener Erfahrung und dem täglichen Erleben und Beobachten die Situation jüngerer Schüler sehr genau: Diese werden häufig in Konflikte verwickelt, die Streitigkeiten werden heftig ausgetragen, oft bleiben nach Konflikten Ängste, Unzufriedenheit und Rachegefühle zurück. Relativ harmlose Streitigkeiten eskalieren oft und werden auf dem Heimweg, im Bus oder zuhause fortgesetzt.
 

Eure Streitschlichter im Schuljahr 2008/2009 sind:

 

 

 

Montag: Tobias Zinken, Nicole Rein
Dienstag: Rebecca Koch, Mirko Draschner
Mittwoch: Sinem Akbaba, Lucas Dittrich
Donnerstag: Hatice Dayan, Dennis Cella
Freitag: Katharina Schmitz, Nicole Rein

 

 
 
Sinn & Ziel
Konfliktlösungen im Schulalltag werden allzu oft unter Zeitdruck durchgesetzt. Ein Verlierer bleibt zurück, die Beteiligten haben keine Gelegenheit sich ausführlich zu äußern, die beiden Kontrahenten vertragen sich nicht, wenn z.B. die Lösung von einem Lehrer vorgegeben wird, ohne dass die Zustimmung der Streitenden zu dieser Lösung erreicht wird. Strafe steht manchmal anstelle der Wiedergutmachung.
 
Ältere Schülerinnen und Schüler erkennen solche Schwachstellen der üblichen Konfliktlösungen in der Schule schnell. Diese Einsicht kann sich einstellen, wenn ein solcher Konfliktausgang mit einem Video oder besser noch mit Hilfe eines Rollenspiels dargestellt wird.
 
Wenn die Schülerinnen und Schüler dies herausgefunden haben, wird ihnen das Modell der Streitschlichtung erklärt. Dabei soll deutlich werden, dass mit einer Streitschlichtung hätte vermieden werden können, was die Schülerinnen und Schüler vorher als falsch oder hinderlich für eine dauerhafte Konfliktlösung erkannt haben.
 
Es gibt viele Schülerinnen und Schüler, die aktiv an der Gestaltung ihrer Schule mitwirken wollen und froh sind, Verantwortung übernehmen zu dürfen, und die sich auch zutrauen, erforderliche Einstellungen und Fähigkeiten zu lernen wie z.B.
 
  • die Bereitschaft Neues auszuprobieren,
  • in Schwierigkeiten nicht sofort aufzugeben,
  • aktiv zuzuhören,
  • neutral zu bleiben,
  • einfühlsam zu sein,
  • schweigen zu können und
  • sich zurückzuhalten, damit die Kontrahenten selbst den Konflikt lösen.
Sie erkennen, dass es sich um eine spannende und interessante Ausbildung handelt. Sie sehen für sich selbst einen großen Gewinn im Hinblick auf ihre persönliche Entwicklung. Bei ihrer Tätigkeit als Schlichter werden sie spüren, welch wichtigen Stellenwert sie an der Schule haben. Besonders motiviert werden sie sein, wenn sie bereits in der Schule Gelegenheit hatten, Verantwortung zu übernehmen und sich z.B. für jüngere Schülerinnen und Schüler einzusetzen.


 

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